2.5.2012

Eine Rückschau, die die Entwicklung des GU der letzten Jahre im Rheinland aus Elternsicht beschreibt:

Der Kongress "Eine Schule für Alle" in Köln im November 2007 zieht immer weitere Kreise

Bereits in der Podiumsdiskussion zum Abschluß des hochkarätig besetzten und mit neuester wissenschaftlicher Forschung aufwartenen Kongresses wurde allen Teilnehmern deutlich, dass wir Eltern behinderter Kinder zahlreich sind, und dass wir eine ganz ausserordentliche Kraft haben, wenn wir uns zusammenschließen. Ein ganzer Hörsaal voller Eltern, die bereit sind, für ihre Kinder auf die Barrikaden zu gehen, hat eine für Politik und Verwaltung spürbare Macht.

Diese Energien bündeln sich seitdem rheinlandweit in Form des

Rheinlandplenums

Auch zahlreiche neue Elterninitiativen haben sich in der Zwischenzeit rheinlandweit gegründet, wir treffen uns regelmässig zum Austausch, zur gegenseitigen Unterstützung und zur Planung gemeinsamer Aktionen. Wir sind Viele, und wir werden immer mehr.

Ein Blick auf die homepage des Kongresses zu empfehlen, auf der in der Rubrik Presse alle Veröffentlichungen in Funk, Fernsehen und Printmedien gelistet sind, viele Fernsehberichte mittlerweile auch zum Nach-Hören.

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Ausweitung des GU in Bonn

Ein wichgtiger Schritt wurde am 9.12.08 im Bonner Schulausschuß in Richtung Integration: es wurde einstimmig beschlossen, in Bonn die Plätze mit Gemeinsamem Unterricht bis 2012 zu verdoppeln. Ein ganz wesentlicher Schritt in die richtige Richtung!

Zeitgleich wird auf politischer Ebene ein entscheidender Schritt in Richtung Inclusion von Menschen mit Behinderung in Deutschland getan:

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Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Am 19.12.08 hat nun auch der Bundesrat der Ratifizierung der UN-Konvention zugestimmt, das bedeutet, die UN-Konvention ist jetzt auch in Deutschland geltendes Recht. Dass diese nun auch Zug um Zug umgesetzt wird, werden wir mit unserer Aufmerksamkeit und unserer Arbeit begleiten und unterstützen.

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Bürgerantrag zur Erstellung eines Inklusionsplan für Bonner Schulen

Als Verein Gemeinsam leben - gemeinsam lernen konnten wir zeitgleich mit den anderen Elterninitiativen in Rheinland am 7.12.09 einen Bürgerantrag einreichen, für Bonn ist dies ein Antrag auf einen Inklusionsplan in Bonn. Dieser hielt in einigen wesentlichen Punkten Eingang in einen fraktionsübergreifenden Antrag, der am 9. Juli 2010 im Bonner Rat einstimmig beschlossen wurde: Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird dieser Inklusionsplan erstellt werden. Federführung hat das Familiendezernat.


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Behindertenpolitischer Teilhabeplan für Bonn erstellt


Im September 2009 entschloss sich der Rat der Stadt Bonn aufgrund langjähriger Vorbereitungsarbeit durch die Grünen / Florian Beger, einen behindertenpolitischen Teilhabeplan (hier noch der Antrag hierzu) aufzulegen, der im am 15.9.2011 dem Rat vorgelegt und beschlossen wurde. Man war sich einig, dass er dann fortlaufend fortgeschrieben werden soll. Die Arbeitsgruppen hierzu tagten seit August 2010 bis März 2011. Federführung hat das Sozialamt.

Unser Verein ist in der AG 1 Bildung (Kinder, Jugend, Familie, (Weiter-) Bildung) vertreten gewesen und hat an den Emfehlungen für den Bereich mitgewirkt. Die Ergebnisse sollen auch in die bereits anlaufenden Arbeiten zum Inklusionsplan einfließen.

Derzeit befindet sich der Behindertenpolitische Teilhabeplan in der Umsetzungsphase, d.h. die einzelnen Empfehlungen werden in den sie betreffenden Ämtern bearbeitet. Aktuelle Informationen finden sich auf der homepage der Stadt Bonn www.bonn.de, Stichwort "Behindertenpolitischer Teilhabeplan" in die Suche eingeben.

Die Lenkungsgruppe Behindertenpolitischer Teilhabeplan tagt weiter und wurde vor Kurzem in Projektbeirat umbenannt.


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Unterausschuss Inklusion und Teilhabe

Im Rat am 26.5.2011 wurde die Gründung eines Unterausschuss Inklusion beschlossen werden, um die Arbeiten am Inklusionsplan auch eng von der Politik begleiten zu lassen. Sachkundige Bürger können durch den Rat hinzu gerufen werden, und unser Verein ist mit dabei.

Das erste Treffen des UA Inklusion war am 25.4.2012, die dort beratenen Anträge und Stellungnahmen sind im Bo-RIS, Bonner Ratsinformationssystem einsehbar, auf www.bonn.de "Bo-RIS" als Stuchwort in die Suche eingeben, dann "aktuelle Sitzungstermine" und den entsprechenden Monat auswählen und den "UA Inklusion und Teilhabe".


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Qualitätspapier zum GU


Was ist eigentlich Qualität von Gemeinsamem Unterricht, unter den jetzt noch geltenden Bedingungen? Wir haben Qualitätskriterien aus Sicht der Elternverbände im Rheinland in einem mehrmonatigen Prozeß gemeinsam erarbeitet und können sie Ihnen nun zur Verfügung stellen.


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Unsere Bitte an Sie ist:

schauen Sie auf die regelmässig aktualisierten Ankündigungen und Nachrichten auf der homepage zum Kongress
und

unterstützen Sie diese und unsere Veranstaltungen

 durch Ihre Teilnahme.



Ingrid Gerber, Gemeinsam leben - gemeinsam lernen Bonn e.V., im Januar 2012


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GERICHTSURTEIL

AZ K 761/07

Das Kölner Verwaltungsgericht hat in seinem neuesten Urteil deutlich Stellung bezogen und das Recht der Eltern eines behinderten Kindes auf Beschulung in einer Regelschule untermauert. Damit sind die Bescheide des Kölner Schulamtes auf Beschulung eines Down-Syndrom-Mädchens, das bereits in einen integrativen Kindergarten gegangen war, aufgehoben.

Lesen Sie mehr hierüber im Kölner Stadtanzeiger KSTA.DE:


Mit Erfolg gegen das Schulsystem

VON HELMUT FRANGENBERG, 01.08.07


sowie den Kommentar 

In der Regel in die Regelschule

VON HELMUT FRANGENBERG, 01.08.07